Moderne Immobilien

Immobilien – Verdämmt dauerhaft

Je dicker die Dämmung, desto stärker können die Mieten steigen – und desto größer die Chance, ungeliebte Bewohner aus ärmeren Schichten durch zahlungskräftigere Kundschaft zu ersetzen. Von „energetischer Segregation“ sprechen die Experten. Welche großen sozialen Probleme damit verbunden sind, zeigt sich in Dortmund, wo derzeit der Wohnungsriese Deutsche Annington zahlreiche Mietobjekte energetisch aufrüstet. Vor den Maßnahmen, so geht aus einer Analyse des örtlichen Mietervereins hervor, kostete der Quadratmeter die Bewohner oft nur zwischen vier und Fünf-Euro-Schein. Nachdem die Fassadenplatten montiert waren, lagen die Mieten dagegen um fast zwei Euro höher – und waren so für Hartz-IV-Empfänger, Geringverdiener oder Kleinrentner unerschwinglich geworden. Gedacht war die Dämmplatte mal als Waffe gegen den Klimawandel, im wirklichen leben aber ist sie zu einem Instrument der sogenannten Gentrifizierung geworden, wie aus einer Studie für Bündnis 90-nahe Heinrich-Böll-Stiftung hervorgeht. Die energetische Modernisierung, an der Zeit sein darin, belaste vor allem „Haushalte im unteren Einkommensbereich“ und trage dazu bei, „Wohnungen leerzuziehen und anschließend teurer zu vermieten“. So könnte es auch im Fall von Christoph Baumgarten ausgehen, denn Vorschrift ist Vorschrift. Die Jugendlichen aus der Gagfah-Siedlung in Delmenhorst dachten an einen Streich, als sie im Juni 2011 mehrere Müllcontainer ansteckten.

Den Quarzsandputz in der Küche hat er gemeinsam mit einem befreundeten Künstler aus Köln aufgetragen. Zusammen mit seinem zwölfjährigen Sohn würde der Elektronikhändler gern weiter in seinem 80-Quadratmeter-Domizil im Berliner Stadtteil Pankow wohnen; doch es sieht nicht unbedingt aus, als könnte er sich die Bleibe noch lange leisten. Sein Vermieter, die Berliner Wohnungsgesellschaft Gewobag, will eine Zentralheizung sowie neue Armaturen, Fenster und Elektroleitungen einbauen. Erst recht aber will das Unternehmen die gesamte Hausfassade mit 14 Zentimeter dicken Hartschaumplatten bekleben, um eine „nachhaltige Einsparung von Energie zu bewirken“, wie es in der Modernisierungsankündigung heißt. Baumgarten jedoch kann keine Ersparnis erkennen. Dennoch: Wenn die Sanierung in einigen Monaten abgeschlossen ist, soll seine Warmmiete von derzeit 435 auf gut 734 Euro steigen. Baumgarten geht nicht der Einzige, der mit der deutschen Dämmförderung hadert. Überall in der Republik klagen Betroffene über die unerwünschten Folgen des staatlichen Styropor-Zwangs. Unternehmensfunktionäre reden Investitionsstau, Mietervertreter von welcher „systematischen Vernichtung bezahlbaren Wohnraums“.

Eigentlich genug Zeit für die Industrie, sich umzustellen. Tatsächlich hat der amerikanische Chemiekonzern Dow Chemical inzwischen ein neues, offenbar ungefährliches Flammschutzmittel entwickelt. Zahlenmäßig überlegen deutschen Dämmplatten-Unternehmen wollen ihre Produkte noch bis Jahresende darauf umstellen. Doch acht Hersteller, die nach eigenen Angaben halb des europäischen Marktes beherrschen, wehren sich. Sie wollen erwirken, dass der Einsatz von HBCD in Dämmplatten bis mindestens 2019 erlaubt bleibt. In ihrem Antrag geben sie sich pragmatisch: „Die wirtschaftlichen Auswirkungen einer verweigerten Zulassung würden vorrangig sein als die Vorteile für die Umwelt“, schreiben sie. Um den Dreh Klimaschutzziele der EU zu erreichen, müsse der Nachschub an Styropordämmung gesichert sein. Im nächsten Jahr will die EU-Kommission übern Antrag entscheiden. Zum Problem werden die giftigen Platten spätestens bei ihrer Entsorgung. Architekt Bielefeld. Wenn man die Dämmsysteme irgendwann aufwendig beseitigen müsse, werde das wohl imposant erneute staatliche Subventionen gehen, prognostiziert er. Die Interessenverbände der Dämmindustrie bestreiten dieses Szenario. Wie viel Dämmabfall schon jetzt Zeitspanne anfällt, wissen sie aber nicht genau.

Oppositionell die Werbekampagnen der Regierung behaupten, lohnt sich eine Dämmung demnach nur, wenns sich um ein unsaniertes Haus aus den frühen Nachkriegsjahren handelt. Doch solche Immobilien gibt es in Deutschland rar. Typischerweise könnten Eigenheimbesitzer damit rechnen, durch eine gedämmte Fassade maximal 30 Prozent des Energieverbrauchs einzusparen (siehe Grafik Seite 69). Doch dann lohnt sich die Sache finanziell nicht. Im Musterbeispiel des Immobilienverbands macht sich die Fassadendämmung – ohne Berücksichtigung eines möglichen Anstiegs bei den Brennstoffkosten sowie ohne Kapitalkosten – erst nach über 50 Jahren bezahlt. Doch dass eine Fassade überhaupt so lange hält, würden nicht einmal die Dämmstoffhersteller behaupten. Doch woran liegt es, dass die Regierung verspricht, Dämmen werde sich lohnen, während es wirklich häufig anders ist? Harald Simons, Professor an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig, vertritt die Ansicht, dass sich die Dämmindustrie diverser – legaler – Tricks bedient, um den Nutzen einer Fassadendämmung möglichst großzurechnen.

Die SPD sei unter Gabriel in der Großen Koalition „bis zur Unkenntlichkeit abgeschliffen worden“. Drei Viertel der Delegierten stimmten beim Parteitag des Odenwaldkreises für den Antrag, auch Landrat Frank Matiaske hob die Hand. Für die Odenwald-Genossen hat Gabriel den Kontakt zur Basis verloren. Der bundesweit bisher einzige Anti-Gabriel-Vorstoß scheiterte an der Antragsprüfungskommission des Bezirks, die empfahl: „Ablehnung“. Mitte Juni schmetterte der Parteitag von Hessen-Süd die Meuterer-Initiative mit großer Mehrheit ab. Joshua Seger tröstet sich einstweilen damit, dass Gabriel „wieder stärker originär sozialdemokratische Positionen vertritt“. Das habe auch hierbei „deutlichen Signal“ aus dem Odenwald zu tun. Und er gibt sich bis jetzt nicht geschlagen: Im Herbst will Seger mit Gleichgesinnten aus anderen Bundesländern Kontaktieren und dafür werben, dass nicht Gabriel Kanzlerkandidat wird, sondern – eine vom Schlage einer Martin Schulz. Duisburg: Alte Idole, neue Hoffnung? Eine überalterte Partei, keine Machtperspektive, welcher Jugendliche sollte da noch in die SPD eintreten? Robin Fugmann, 14, hat es getan.

Für den Heimgebrauch im lokalen Netzwerk können Sie damit leben und die Meldung wegklicken. Administratoren, die damit nicht leben möchten, können auf der Gegenstelle die Zertifikatsverwaltung öffnen (certlm.msc), unter Remotedesktop/Zertifikate das Zertifikat exportieren und dem Client unter Vertrauenswürdige Geräte hinzufügen. Für alle Nutzer lohnt ein Blick in die erweiterten Einstellungen des Remotedesktop-Clients (versteckt hinter Optionen einblenden). Hier kann man zum Exempel Ton, lokale Drucker und die Zwischenablage umleiten. Die Zwischenablage funktioniert vollwertig, es lassen sich also sogar Dateien und Ordner kopieren. Unter Lokale Ressourcen/Weitere versteckt sich ein Dialog, um lokale Laufwerke in der Remote-Sitzung verfügbar möglich. Für Nutzer mit mehreren Bildschirmen kann es von Nutzen sein, unter Anzeige alle Monitore für die Sitzung zu nutzen. Damit Sie all diese Einstellungen nicht vor jeder Verbindung erneut zusammenklicken müssen, gibt es im Reiter Allgemein Schaltflächen zum Exportieren. Mit Speichern unter erzeugen Sie eine rdp-Datei, die Sie neben anderem auf dem Desktop für den schnellen Zugriff ablegen können: Mit einem Doppelklick darauf öffnet sich die Sitzung. Sollten Sie sich dafür entschieden haben, Benutzername und Kennwort zu speichern, landen diese Informationen nicht in der Verbindungsdatei, sondern im Speicher für Anmeldeinformationen von Windows. Ein einmal dort abgespeichertes falsches Kennwort kann später belästigen. Den Dialog zum Löschen finden Sie über den Suchbegriff Anmeldeinformationsverwaltung in der Windows-Suche. Nur Mitglieder der Gruppen „Administratoren“ und „Remotedesktopbenutzer“ dürfen eine Verbindung herstellen. Standardmäßig wirkt die Windows-Taste in der Remote-Sitzung, wenn das Fenster im Vollbild aktiv ist und Sie sehen nicht das Startmenü des darunterliegenden PC. Wenn Sie das nicht möchten, finden Sie die Option zum Abschalten im Reiter Lokale Ressourcen. Soll bis dort hinaus ein Nutzer zur Zeit auf eine Windows-Maschine zugreifen, kommt ein Desktop-Windows an seine Grenzen. Gleichzeitige Sitzungen unterstützt nur Windows Server einer der Rolle „Remote Desktop Services“ und einer entsprechenden Lizenzierung. Diese Grenze ist von Microsoft aber künstlich eingezogen und nicht technisch begründet. Das beweisen Projekte wie die Open-Source-Software rdpwrap.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.