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Gardinen & Vorhänge günstig online Kaufen

Moderne Gardinen sind nicht nur funktional: Sie machen eine Wohnumgebung erst so richtig gemütlich. Gardinen und Vorhänge verleihen jedem Raum eine wohnliche Atmosphäre und runden den Stil der Einrichtung ab. Die hübschen Stoffe vermitteln ein Gefühl von Geborgenheit und verschönern Fensterfronten und Durchgänge. Sie sind Dekoration und bieten Schutz gegen neugierige Blicke und Auflicht. Da es sie in unzähligen Farben, Längen und Materialien gibt, tragen sie in erheblichem Maße zur Atmosphäre eines Raumes bei und unterstreichen seinen individuellen Stil. Gardinen und Vorhänge haben neben dem Sichtschutz auch die Aufgabe, Wärme im Raum zu halten, die sonst über das Fenster verloren geht. Hängen am Fenster Gardinen, wird ein Raum deutlich weniger auskühlen. Geschlossene Vorhänge, nun gar ohne Übergang, haben einen noch stärkeren Effekt. Aber auch im sommer lohnt es sich, Vorhänge am lager, da diese auch umgekehrt verhindern können, dass sich eine Wohnung übertrieben aufheizt. Und und sorgen Gardinen für eine angenehme Atmosphäre im Raum, indem Sie unangenehmen Hall verhindern.

An das Allerletzte Aufnahmegespräch kann sich Sven Tode noch gut erinnern. Es war ein Geschwisterpaar, 19 und 23 Jahre alt, das im April in seinem Parteibüro vor ihm saß. Sie wollten in die SPD eintreten, erklärten die Studenten, weil ihnen Partei auf die Nerven gehe. Dort hatten sie sich bisher engagiert. Freudig schüttelte Tode, 51, SPD-Distriktvorsitzender in Hamburg-Barmbek, den jungen Genossen die Hand. Es kommt nicht länger so oft vor, dass Tode neue Mitglieder begrüßen kann, in einer Zeit, in der viele der Partei hinter sich lassen. Inzwischen träten sogar Mitglieder aus, die 30 und 40 Jahre lang der Sozialdemokratie angehört hätten, klagt Tode; ein Indiz dafür, wie schwach die Bindungskraft dieser alten, stolzen Partei geworden ist. Den Idealismus, der ihn selbst zur SPD brachte, erlebt er einzelne male. Der Historiker war 1980 als 16-Jähriger eingetreten, fasziniert von Willy Brandt, der Friedenspolitik und der Vision einer solidarischen Welt. Heute seien die Gründe viel pragmatischer.

Es müsste ihn nur jemand bitten. Kirchhofs Klage ist auch heute noch berechtigt. Die Unwucht im deutschen Steuersystem hat sich in den vergangenen Jahren weiter verschärft. Nicht nur die gute Konjunktur lässt die Einnahmen des Fiskus explodieren. Das deutsche Steuersystem, erst recht die Einkommensteuer, verfügt über einen eingebauten Mechanismus, der die Geldflüsse annähernd Finanzämter von Jahr zu Jahr automatisch wachsen lässt. Fachleute nennen ihn Progression. Sie bewirkt, dass Arbeitnehmer von jedem zusätzlich verdienten Euro einen höheren Anteil ans Finanzamt abführen müssen. Der Staat nimmt den Steuerzahlern mit steigendem Einkommen einen immer größeren Anteil ihres Verdienstes ab. So stellt er sicher, dass Wohlhabende mehr zur Finanzierung der Allgemeinheit beitragen als Leute mit niedrigen Einkommen. Es gibt die Gesetz gewordene Umverteilung. Der Eingangssteuersatz, der für Singles bei einem Jahreseinkommen von 8653 Euro einsetzt, beträgt 14 Prozent. Bis zum Einkommen von 53 666 Euro steigt er auf 42 Prozent. Seit neun Jahren gibt es einen zusätzlichen Steuersatz von 45 Prozent für Einkommen ab 254 447 Euro. Für Verheiratete gelten jeweils doppelt so hohe Grenzen. Warum aber führt dieser Tarif zu ständig steigenden Steuereinnahmen? Mit jedem Lohnplus werden Steuerzahler in den Augen des Fiskus wohlhabender. Deshalb müssen sie mehr Steuern zahlen. Bleiben die Sätze seit längerer Zeit unangetastet, wachsen auch Bezieher mittlerer Einkommen in Bereiche des Tarifs hinein, die vorher Besserverdienern vorbehalten waren. Zugespitzt formuliert: Aus Normalverdienern werden für die Finanzbeamten im Laufe der Zeit Bezieher von Spitzensalären. Genau das ist in Deutschland zu beobachten.

Sichtbar werden ein untrügliches Signal, wenn sich der Wahlkampf nähert: Politiker reden darüber, die Steuern zu senken. Ausgerechnet Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) stieß die Debatte kürzlich an. Normalerweise ist der amtierende Kassenwart der Letzte, der in einer Regierung darüber nachdenkt, die staatlichen Einnahmen zu senken. Mit seinem untrüglichen Gespür für Stimmung meldete sich einen Moment später SPD-Chef Sigmar Gabriel zu Wort. Vor vier Jahren hatte er die Wähler noch neben anderen der Ankündigung verschreckt, nach der Wahl die Steuern zu erhöhen. Nun ließ er sich mit die gegenteiligen Botschaft vernehmen. Ende Juni preschte auch FDP-Chef Christian Lindner vor. 2013 war seine Partei unter anderem deshalb aus dem Bundestag geflogen, weil sie in ihren Regierungsjahren zuvor kaum keines ihrer vielen Versprechen auf Entlastung eingehalten hatte. Nun verlangte Lindner erneut einen Steuerrabatt. Er brachte eine Größenordnung von 20 Milliarden Euro ins Gespräch. Was Schäuble, Gabriel und Lindner erkannt haben: Dieses mal ist alles anders. Selten hatte das Versprechen, die Zwangsüberweisungen ans Finanzamt zurückzufahren, mehr Berechtigung und Aussicht auf Erfolg als derzeit.

Finanzminister verfügen über einen institutionalisierten Blick in die zukunft, Steuerschätzung genannt. Zweimal Datum findet sie an wechselnden Orten statt. Experten der Bundesregierung, der Bundesbank und der Wirtschaftsforschungsinstitute gehen für drei Tage in Klausur, grob gesagt Entwicklung der Steuereinnahmen, aufgeschlüsselt nach einzelnen Steuerarten, fürt laufende und die nächsten Jahre vorauszusagen. Rezent mussten die Steuerschätzer nichts unversucht lassen feststellen, dass sie sich verrechnet hatten. Vorwürfe machte ihnen niemand, weil die tatsächliche Entwicklung viel besser ausfiel als ihre Prognosen. Auch im Mai stellten sie den Finanzministern doppelt vorhanden höhere Einnahmen in Aussicht. Danach werden die Steuereinnahmen bis 2020 um fast 120 Milliarden Euro zulegen, 50 Milliarden davon bekommt der Bund. Die Zahlen belegen: Bund und Länder könnten tatsächlich vergleichsweise problemlos zusammen auf 50 Milliarden Euro verzichten und hätten schließlich 70 Milliarden Euro bis dort hinaus heute, um ihre Etats aufzustocken. Den Reformern vergangener Tage waren Sorgen um einen ausgeglichenen Haushalt gänzlich fremd.

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