modernes Haus

Gadget für Ihr modernes Haus

Mit der Besonderheit, Videos sowohl horizontal als auch vertikal zu zeigen, ist die tagesschau-App 2.0 vor gut einem Jahr an den Start gegangen. Nun steht die Version 2.3 zum Download bereit – mit mehr Komfort und Videos auf der Apple-Watch. Umfassend, korrekt und auf möglichst vielen Ausspielwegen über aktuelle Ereignisse zu informieren – das ist der Anspruch der tagesschau. Neue Endgeräte bedeuten, moderne Lösungen zu finden – technisch, inhaltlich und gestalterisch. Das neuen App-Version 2.3 kann die tagesschau nun auch auf der Apple-Watch genutzt werden. Die tagesschau ist das erste Nachrichten-Portal, das hier Videos zeigt. Neben vielen anderen technischen Geräten zählt auch Apples iPhone X zum Highlight im diesjährigen Weihnachtsgeschäft. Wer dieses Gerät bereits besitzt oder es in naher Zukunft erwerben will, wird dort von nun knapp tagesschau-App optimal dargestellt bekommen. Das Design wurde das Version 2.3 angepasst. Von Widgets spricht inzwischen nahezu jeder Besitzer eines Smartphones. Doch wer weiß das schon schon, dass es sich dabei um einen zusammengesetzten Begriff aus dem Wort Window (dt. Fenster) und Gadget (dt. Gerät) handelt? Wie alle anderen sind auch die neuen tagesschau-Widgets als eigenständige, kleine Programmfenster aufm Homescreen des Smartphones zu finden. Nutzer der tagesschau-App bekommen hier die drei aktuellsten Meldung sowie das Wetter und die drei neuesten Videos angezeigt.

Wenn’s darum geht, die Bürger vom Segen der nahezu luftdicht verpackten Häuser zu überzeugen, machen Politik und Wirtschaft gemeinsame Sache, etwa bei der Kampagne „Dämmen lohnt sich“. Hier preist der frühere „Tagesthemen“Moderator Ulrich Wickert unauftrennbar gefühligen Werbespot die Fassadendämmung an („Häuser sind wie ein Familienmitglied“). Der Clip lief monatelang zur besten Sendezeit im Fernsehen. Hinter der Kampagne steht auf der einen seite der Verein „Qualitätsgedämmt“, dessen Vorstand mit Vertretern aus der Dämmindustrie besetzt ist, und zum andern, als sogenannter Kooperationspartner, die Deutsche Energie-Agentur (Dena). Diese gehört zu 76 Prozent dem Staat. Der Rest wird von Finanzinstituten wie der Deutschen Bank gehalten. Das Dena-Logo auf den Werbebroschüren der „Dämmen lohnt sich“-Kampagne wirkt wie ein staatliches Gütesiegel, das der Initiative Seriosität verleiht. An der Unabhängigkeit der Dena freilich gibt es Zweifel. Sie finanziert sich auch aus Drittmitteln. Eine von der Dena veröffentlichte „Sanierungsstudie“ wurde vom Chemieriesen BASF unterstützt, der wiederum zu den großen Herstellern von Produkten für die Fassadendämmung zählt.

Bis zum Jahr 2050 soll der gesamte Immobilienbestand zumindest einmal gründlich durchsaniert werden, das wären etwa 375 000 Gebäude Spanne. Die staatliche KfW Bankengruppe hat ausrechnen lassen, dass insgesamt fast 840 Milliarden Euro investiert werden müssten, mehr oder weniger Ziele der Bundesregierung zu erfüllen. Doch lohnt sich Dämmen wirklich? Viele Bauherren, Mieter, Bauplaner, Architekten, Energieberater, Denkmalschützer, Feuerwehrleute und Ökonomen zeichnen ein anderes Bild als die Regierung. Realiter stellt sich heraus, dass der Schießscharteneffekt bei gedämmten Fassaden noch das geringste Problem ist. Bei zahlreichen Bauprojekten stehen Aufwand und Ertrag Hand in Hand gehen schlechten Verhältnis. Studien belegen, wie sich Bauherren systematisch verschätzen, wenn sie auf die Angaben der Dämmstoffhersteller vertrauen. Die Kosten der Wärmedämmung sind oft höher, die Energieeinsparungen hingegen niedriger als erwartet. Hunderttausende Haushalte sind von diesen Fehlkalkulationen bereits betroffen. Eigenheimbesitzer müssen bei der Finanzierung nachschießen. Mieter werden für teure Energiesparmaßnahmen zur Kasse gebeten, die sich bei der Heizkostenbilanz kaum bemerkbar machen.

Der verordnete Dämmwahn gefährdet auch die Bereitschaft der Bürger, beim Klimaschutz mitzumachen. Das ist wahrscheinlich die größte Gefahr der neuen deutschen Plattenkultur: Sie bedroht die Akzeptanz der Energiewende, anstatt sie zu befördern. Stefan Reischle aus München-Oberföhring hat für die Dämmplatten, die seine Eigentumswohnung verschatten, einen hohen Preis bezahlt. Insgesamt 3,2 Millionen Euro kostete der Umbau der Wohnanlage mit insgesamt 220 Parteien. Eine Million Euro entfielen auf die Fassade. In der Eigentümerversammlung war die rede davon, die Investition werde sich rasch bezahlt machen. Darauf warten die Betroffenen bis zum jetzigen Zeitpunkt vergebens. Vor dem Umbau Zeitangabe 2010 zahlte Reischle etwa Note im Monat für Heizung und Warmwasser. Dabei ist es geblieben, trotz der vergleichsweise milden Winter, die den Energiebedarf tendenziell verringert haben. Reischle – weshalb die Eigentümergemeinschaft den Verantwortlichen wegen seiner Fehlkalkulation auf Schadensersatz verklagt hat. Der Verein Haus & Grund, eine Lobbyvereinigung der Immobilienbesitzer mit 900 000 Mitgliedern, hat in den vergangenen Jahren viele Sanierungsprojekte in allen Einzelheiten untersucht.

Weil die Chemikalie so beständig ist, haben Forscher Partikel sogar in der Arktis gefunden. Der Dortmunder Architekt und Professor für Bauökonomie Bert Bielefeld fühlt sich fast Wirtschaftswunderjahre erinnert. Industrie und Lobbyverbände spielen die Gefahr herunter. Chemiekonzern BASF, einem der großen Hersteller von Dämmmaterial. Der Stoff sei fest hiermit Styropor verbunden und kaum wasserlöslich. Die Papiere der EU-Chemikalienbehörde und des Umweltprogramms der Vereinten Nationen lesen sich anders. Bei der Produktion, dem Einbau und dem Abriss von Styroporplatten werde HBCD freigesetzt – aber auch, während die Dämmung an der Fassade klebt. überaus eine Tonne des Gifts gelangt in dem Stil jährlich in die Umwelt, allein in der EU. Mehrere Studien haben Spuren des Stoffes in Gebäuden nachgewiesen, in der Luft und im Hausstaub. Ebenso in menschlichem Blut und in der Muttermilch. Das wichtigste Anti-Gift-Abkommen der Welt, die Stockholm-Konvention der Vereinten Nationen, hat HBCD auf die Liste der verbotenen Chemikalien gesetzt. Ab August 2015 darf es in der EU nimmer Verwendung finden, fast vier Jahre nachdem es als besorgniserregend eingestuft wurde.

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